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Biochemie nach Dr. Schüssler |
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Der Wissenschaftszweig der Biochemie (griech. bios = Leben) ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und beschäftigt sich mit der Gesamtheit der chemischen Vorgänge in der belebten Natur.
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1. Calcium fluoratum |
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Schüsslers Verständnis von der Entstehung von Krankheit und deren Behandlung war geprägt von den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen seiner Zeit. Der Zellularpathologe Rudolf Virchow vertrat die damals bahnbrechende Anschauung, dass alles Leben - auch die pathologischen Vorgänge - auf die Tätigkeit der Zellen zurückzuführen seien; dementsprechend definierte er Krankheit als Störung der physiologischen Stoffwechselvorgänge in der Zelle. Der Physiologe Jacob Moleschott und Justus von Liebig, der Erfinder des Mineraldüngers, erforschten den Mineralhaushalt der Tiere, Pflanzen und des Bodens. Sie erkannten die Bedeutung anorganischer Salze für den Bau und die Lebensfähigkeit des Organismus.
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Wirkungsweise Da nach der Auffassung Schüsslers Krankheit durch eine Funktionsstörung der Zelle aufgrund eines Mineralstoffmangels entsteht, muss das fehlende Mineralsalz zugeführt werden, um Heilung zu erreichen - allerdings nur in kleinsten Gaben und in verdünnter Form.
Die Schüssler Salze werden nach Regeln der Homöopathie aus den für den Organismus lebenswichtigen anorganischen Mineralstoffen hergestellt. Da Mineralsalze anorganisch sind, können sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden, d. h. der menschliche Organismus ist auf ihre Zufuhr von außen angewiesen. Die zugeführten Mineralien können vom Körper aber nur dann verwertet werden, wenn sie in derselben Konzentration wie im Blut und im Gewebe des Menschen vorliegen. Für den Menschen sind Pflanzen die Quelle für Mineralien - sie machen die Mineralien organisch, so dass sie für den Menschen bioverfügbar werden.
Häufig ist aber auch bei ausreichender Mineralstoffzufuhr von außen ein Mineralstoffdefizit in der Zelle zu beobachten. Das kann viele Gründe haben: Wenn z. B. Transportvorgänge an der Zellmembran gestört sind, kann trotz eines Mineralstoffüberflusses im Blut ein Mineralstoffmanko in der Zelle entstehen. Auch durch die Verabreichung von Mineralsalzen als Nahrungsergänzungspräparate lässt sich ein Mangel an Mineralstoffen in der Zelle nicht beheben, da sie in ihrer anorganischen, grobstofflichen Form nicht in die Zelle gelangen und was nicht in die Zelle gelangt, kann auch nicht verstoffwechselt werden und ist somit für den Organismus wertlos.
Bei der Herstellung der biochemischen Mittel werden die anorganischen Substanzen durch Potenzierung bzw. Verdünnung so weit aufgeschlossen, dass sie schließlich in Molekülform vorliegen. In dieser Form können sie auch die Zellmembran passieren. Durch die Gabe der Mineralsalze in potenzierter Form (D3 bis D12) können die Mineralstoffe über die Mundschleimhaut direkt ins Blut gelangen und den zellulären Mangel decken. Dabei wirken die Mineralsalze in der Zwischenzellflüssigkeit, an der Zellmembran und im Inneren der Zelle selbst. Sie normalisieren den Stoffaustausch zwischen der Zelle und dem Extrazellularrum, indem sie die gestörten Molekularbewegungen und damit das richtige Ionengefälle wieder herstellen. So kann eine gestörte Verteilung von Mineralstoffen ausgeglichen werden. Durch die biochemischen Mittel wird auch ein gezielter Reiz an der Zellmembran ausgeübt, der Zelle dazu angeregt, die für sie lebenswichtigen anorganischen Salze wieder vermehrt aus der Nahrung aufzunehmen und zu verstoffwechseln.
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Indikationen Gemäß seinem Leitsatz "Die im Blute und in den Geweben vertretenen anorganischen Stoffe genügen zur Heilung aller Krankheiten, die überhaupt heilbar sind." behandelte Schüssler jahrzehntelang erfolgreich alle Krankheiten ausschließlich mit potenzierten anorganischen Salzen.
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Literatur Feichtinger, T., Mandl, E. Niedan, S.: Handbuch der Biochemie nach Dr. Schüssler. Haug-Hüthig, Heidelberg 1999. Jaedicke H. G.: Biochemie. Alwin Fröhlich Verlag. Bad Vilbel 1990. |
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Richard Gietz D.O. Osteopath / Heilpraktiker Zülpicher Platz 12 50674 Köln |
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